Eine Schütze im Mittelpunkt einer Ausstellung und Vorführungen zum Siegerländer Wiesenbau
Das traditionelle Backesfest des Arbeitskreises Dorferneuerung und Dorfgeschichte erwies sich erneut als „Besuchermagnet“. Das gute Wetter mag daran seinen Anteil gehabt haben, es ist aber auch die besondere Atmosphäre rund um das im Wiesengrund gelegene Backhaus und vor allem die Konzeption der Veranstaltung, die Gäste von nah und fern alljährlich zum „Zinnwald“ zieht.


Auch diesmal war an lukullischen Leckerbissen kein Mangel. Die „Warmküche“ wartete mit gleich mehreren Gerichten auf, darunter frisch gebratene Rosmarinkartoffeln. Die Liebhaber von Backwaren kamen am Brot- und Kuchenstand auf ihre Kosten: Das duftende, direkt aus dem Steinofen des Backhauses zur Theke kommende Brot fand sogleich seine Abnehmer, ebenso das große Angebot an selbstgebackenem Kuchen.
Neben der Verpflegung der Gäste in einem ansprechenden Ambiente verfolgt der Arbeitskreis beim Backesfest noch ein weiteres Ziel: Mit Ausstellungen und Vorführungen soll lokalhistorisches Wissen vermittelt und das Interesse daran gestärkt werden. Diesmal ging es um den „Wiesenbau“ als eine das Siegerland vormals prägende Wirtschaftsweise. Waren doch zu Beginn des 19. Jahrhunderts die 6500 ha Wiesen des Siegerlandes fast ganz zur Bewässerung eingerichtet. Infotafeln berichteten von der Entstehung, der Geschichte und der genossenschaftlichen Organisation der Wiesenwirtschaft. Das System der Wiesenbewässerung mit seinen Zu- und Ablaufgräben zur Verbesserung des Graswuchses wurde erklärt, die dazu erforderlichen Einrichtungen und Werkzeuge anschaulich präsentiert und deren Funktion erläutert. Eine „Schütze“, ein Stauwerk zum Anstauen der Bäche, bildete das wohl beeindruckendste Element der Ausstellung. Mitglieder des Arbeitskreises hatten sie aus Eichenholz im Vorfeld des Festes originalgetreu rekonstruiert. „Wiesenbeil“ und „Wiesenschaufel“ zum Anlegen von Be- und Entwässerungsgräben, die „Wiesenwaage“ zum Erreichen der erforderlichen Neigung der vom düngenden Wasser überrieselten „Rückenwiesen“ u. v. a. zeugten von der Kunst der Wiesenbauer.
Zwischenzeitlich war immer wieder der Klang vom „Dengeln“ der Sensen zu hören, so wie er vor Jahrzehnten im Sommer in den Dörfern zur abendlichen Geräuschkulisse gehörte. Bei dieser Arbeit ließen sich die Akteure gerne zuschauen. Wie gut die jetzt „gehaarde“ (= gedengelte) und richtig eingestellte Sense schnitt, zeigte sich gleich darauf beim Mähen mit der Sense auf der Wiese vor dem Backes.
Auch bei den Angeboten für die jungen Festbesucher stand das „Erzeugnis der Wiesenwirtschaft“ im Mittelpunkt: Aus duftendem Heu entstanden am Basteltisch wunderschöne Sterne, Drachen oder Herzen. Wem der Sinn nach Bewegung stand, den zog es zu Kegel- und Wurfspielen und am Sägebock oder Nagelbalken sah man so manchen künftigen Handwerker gemeinsam mit den Eltern sein Geschick erproben.

Backesfest 2025
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Anschrift

Arbeitskreis Dorferneuerung und Dorfgeschichte Langenholdinghausen
Holdinghauser Str. 55a
57078 Siegen

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