Bereits eine erste Begehung fördert Erstaunliches zutage
Als zweiter Schulwald im Siegerland wurde der Schulwald Langenholdinghausen auf dem Alten Berg auf Initiative des Geschäftsführers des Kreisverbandes der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Oberförster i. R. Fritz Jöhnk, 1968 angelegt. Die dafür benötigte Fläche von 0,4 ha stellte die Haubergsgenossenschaft Langenholdinghausen zur Verfügung, sie führte auch die Pflanzung von 38 verschiedenen Baumarten durch. Im Juni 1976 wurde der Schulwald der Öffentlichkeit übergeben.
Gepflegt wurde die Anlage anfangs von bezahlten Kräften, danach ehrenamtlich von der Landjugendgruppe Siegen. Seit Anfang der 1990er Jahre wurde es um das Projekt still das Eingangstor zerfiel, und von der einstigen Beschilderung der Baumarten blieb kaum eine Spur. Das soll sich jetzt ändern: Der Arbeitskreis Dorferneuerung und Dorfgeschichte hat sich gemeinsam mit der Haubergsgenossenschaft das Ziel gesetzt, den Schulwald neu zu beleben. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund des durch den Klimawandel und der damit verbundenen Zerstörung der Fichtenbestände durch den Borkenkäferbefall ausgelösten Umbaues unserer Wälder von Bedeutung. Am Samstag, dem 22. Juni 2022, erfolgte eine erste Inaugenscheinnahme des ehemaligen Schulwaldes durch Vorstandsmitglieder der Waldgenossenschaft, den Arbeitskreis Dorferneuerung und den für Langenholdinghausen zuständigen Revierförster Alfred Büdenbender. Die Begehung förderte Erstaunliches zutage: Von den einst auf dem Gelände angepflanzten Baumarten sind mehr als 25 noch vorhanden einige davon mittlerweile als markante Großstämme, die Zeugnis davon ablegen, wie sich bestimmte Baumarten hierzulande zu entwickeln vermögen. In der nächsten Zeit wird der Baumbestand des Schulwaldes genauer analysiert werden, es stehen Pflegearbeiten sowie Überlegungen an, wie der Baubestand und die daraus abzuleitenden Erkenntnisse wieder in das Blickfeld Interessierter gerückt werden können.









