Arbeitskreis Dorferneuerung und Dorfgeschichte stellt Gerätesammlung der Geschwister Ohrndorf vor


Rund um Roenstatts-Scheune  einem schmucken Fachwerkbau im alten Ortsteil von Hollekusse - stellte der Arbeitskreis Dorferneuerung und Dorfgeschichte jetzt die Sammlung historischer Geräte der Geschwister Ohrndorf der Öffentlichkeit vor. Vom handgeschmiedeten Schuhanzieher aus der örtlichen Schmiede bis hin zur Dreschmaschine enthält die Sammlung mehr als 500 Exponate aus dem dörflichen Arbeits- und Gemeinschaftsleben. Viele davon sind originalgetreu restauriert, andere so, wie sie sich nach jahrzehntelangen Gebrauch darstellen. Besonders gut ausgestattet ist die Sammlung im Blick auf das ländliche Fuhrwesen verschiedene hölzerne Ackerwagen, der pferdegezogene Karren, das Jauchefass oder die für das Siegerland einst typische Kleekarre mit ihrem hohen Aufbau stehen dicht an dicht nebeneinander. Jedes einzelne Stück der Sammlung wird in einem Katalog erfasst, seine Herkunft, seine Geschichte und Funktion werden ausführlich beschrieben. In die Sammlung aufgenommen werden ausschließlich solche Dinge, die im Dorf in Gebrauch waren oder die zum Dorf in einer besonderen Beziehung standen. In einem Vortrag mit dem Titel Wenn alte Dinge erzählen könnten zeichnete Ernst-Otto Ohrndorf anschaulich auf, wie interessant und zugleich spannend die Beschäftigung mit alten Geräten sein kann: 

 Da ist z. B. die Reffe aus dem Haus von Gisselersch. Eine massive Eichenbohle mit vier Füßen – ähnlich einer Bank. Mit dem in der Mitte aufgesetzten eisernen Kamm wurden die Samenkapseln vom Flachs entfernt. Das Gerät weist Brandspuren auf, für die es nur eine Erklärung geben kann. Als Gisselersch Haus im Jahr 1812 niederbrannte, muss die Reffe aus dem brennenden Haus gerettet worden sein. Damit ist sie mindestens 196 Jahre alt , vermutlich aber noch älter. Oder da ist der Romb aus dem Haus von Muhrn, eine einachsige Karre mit Kastenaufbau. Eingeschlagen in die Radnaben der Karre fand sich die Jahreszahl 1917. Räder und Achse der Karre stammen damit zweifelsfrei von einem Militärwagen. Im November 1918 – der erste Weltkrieg war zu Ende – wurde der Wagen von den aus Frankreich zurück kommenden deutschen Soldaten in Langenholdinghausen stehengelassen. Wie alte Werkzeuge und Maschinen die Erinnerung älterer Mitmenschen beflügeln, wie sie aber zugleich auch den Kontakt zwischen alt und jung fördern können, zeigte sich nach dem Vortrag in zahlreichen Gesprächen. Bei frischen Waffeln, selbstgebackenem Kuchen und Kaffee gab es dazu reichlich Gelegenheit.

Gerätesammlung_2008
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Anschrift

Arbeitskreis Dorferneuerung und Dorfgeschichte Langenholdinghausen
Holdinghauser Str. 55a
57078 Siegen

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