Mit den Spinnerinnen eine Zeitreise in die Vergangenheit unternommen
Bis zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts verschaffte die  „Lechdschdonn“ (= Lichtstunde) unseren Vorfahren während der „dunklen Jahreszeit“ eine angenehme Abwechslung: Nachdem im Herbst die Außenarbeiten erledigt waren, trafen sich bei Einbruch der Dämmerung die Frauen und Mädchen des Dorfes mit ihren Spinnrädern. Dazu wurden in den Häusern gesellige Zusammenkünfte veranstaltet, bei denen es mit Kaffee, Kuchen und Gesang recht lustig zuging. An diese Tradition erinnerte der Arbeitskreis mit der Einladung zu einem gemütlichen Beisammensein am Spinnrad


im Dorfgemeinschaftshaus am Altenberg am Sonntag, dem 26. Januar 2020. Gut 40 Gäste – jung und alt – folgten der Einladung und saßen bei Kaffee, Tee, Kuchen und Kerzenschein beieinander , um sich die Anekdoten und Erzählungen der anderen anzuhören. Diese wurden teilweise auf Siegerländer Platt zum Besten gegeben, was allerdings auch schon mal zu Fragezeichen in den Gesichtern derjenigen führte, die des „Plattdeutschen“ nicht ganz mächtig waren. Zum Glück aber saßen jede Menge „Dolmetscher“ im Raum. Da ging es um Geschichten aus der Zeit der Großväter und Urgroßväter, der Großtanten und Urgroßtanten. Um deren Essgewohnheiten, um Sitten und Bräuche, um Verbindungen des Dorfes in die Ferne in früherer Zeit, kurzum: Um eine kulturelle Erlebnisreise in die Vergangenheit. Fünf Frauen hatten ihr Spinnrad mit zur „Lechdschdonn“ gebracht und zeigten den Besuchern, wie durch Zieh- und Drehtechniken aus loser Wolle ein Faden gesponnen werden kann. Von Webmeisterin Inge Zöller erfuhr das interessierte Publikum, welch großen Stellenwert das Spinnen und Weben früher im Leben der Menschen innehatte, wie und warum sich das Spinnen in zahlreichen Märchen niederschlug und wie viele Redewendungen und Begriffe in der Tätigkeit des Spinnens und Webens ihren Ursprung haben. „Den Bogen raus haben …“, „den Faden verlieren“, „überdreht sein …“, „sich etwas zurecht spinnen …“ – all diese Aussagen lassen sich auf das Spinnen und Weben zurück führen. So geriet die „Lechdschdonn“ zu einer entspannten und zwanglosen Zusammenkunft, die womöglich im nächsten Jahr erneut angeboten wird.

Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020
Leechdschdonn_2020

Anschrift

Arbeitskreis Dorferneuerung und Dorfgeschichte Langenholdinghausen
Holdinghauser Str. 55a
57078 Siegen

Wir benutzen Cookies
Die Kekse sind nicht ausm Backes, aber trotzdem brauchbar. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alles gebacken werden kann.