Gärten sind ein Ort sinnvoller Beschäftigung und Erholung, sie liefern selbst erzeugte Lebensmittel und tragen bei zu ökologischer Vielfalt
Ein Garten lässt uns die Vorgänge in der Natur und den Jahresablauf aus nächster Nähe erleben, mit wechselnden Farben bringen Gärten Abwechslung und Lebendigkeit ins Ortsbild. An den Gärten erfreuen sich nicht nur die Gartenbesitzer, auch mancher Passant bleibt stehen um sich Blumen und Gemüsebeete, einfallsreich gestaltete Wege, Abgrenzungen oder Sitzecken zu betrachten. In Langenholdinghausen muss es dabei nicht bei einem scheuen Blick über den Gartenzaun bleiben: Am Sonntag, dem 28. Juni 2009, stehen in der Zeit zwischen 11.00 und 17.30 Uhr die Tore von insgesamt 17 Gärten an der Olper Straße, der Birlenbacher Straße, der Holdinghauser Straße, der Holzklaustraße, am Kirrberg, auf dem Bruch und am Eibel für Besucher offen.
Mit einem „Tag des offenen Gartens“ möchte der Arbeitskreis Dorferneuerung und Dorfgeschichte Langenholdinghausen das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an Gärten, an der Gartengestaltung und der Gartenarbeit fördern. Schilder an den Straßen weisen den Weg zu den jeweiligen Gärten. Mit Hilfe der dort ausgelegten „Gartenführer“ kann dann jeder Gartenbesucher seinen Gang durch den Ort planen, weitere Ziele aufsuchen und das Dorf „Hollekusse“ aus ganz neuen Blickwinkeln heraus kennenlernen. Für Kurt Pfennig vom Arbeitskreis Dorferneuerung haben die Gärten des Dorfes allein schon deshalb einen besonderen Reiz, weil nicht einer dem anderen gleicht: „Ob der Garten nun groß oder klein ist, ob der Schwerpunkt auf Zier- oder Nutzpflanzen liegt, ob bei der Anlage des Garten rein praktische Erwägungen im Vordergrund standen oder die Romantik dominiert – als ein Ort sinnvoller Beschäftigung und Erholung, als Quelle selbst erzeugter Lebensmittel oder als Garant ökologischer Vielfalt erfüllt jeder Garten seinen Zweck“. Allein schon im Garten von „Schusdersch“ gibt es rund 100 verschiedene Pflanzen, 60 davon sind mit säuberlich beschriebenen Namensschildern bezeichnet. In einem anderen Garten wachsen die hierzulande traditionell angebauten Gemüsearten auf kleinem Raum nebeneinander, nicht weit davon züchtet ein Gärtner Kakteen und Bonsais. Der nächste Garten erinnert wiederum an einen kleinen Park. In der Mitte lädt ein weißer Pavillion zum Verweilen ein, daneben lehnt ein altes, rot lackiertes Fahrrad inmitten des üppigen Grüns an einem Baum. In Vielfalt präsentieren sich Blumen und Stauden, aber auch bei der Gliederung der Gärten durch Buchsbaumhecken, sorgfältig geschichtete Trockenmauern oder Staketenzäune geht jeder Gartenbesitzer seinen eigenen Weg. Besondere Attraktionen sollten die Gartenbesucher in „Hollekusse“ nicht erwarten. Die Gärten sollen und werden sich so darstellen wie sie eben sind - ganz natürlich und der Jahreszeit entsprechend. Allenfalls wird hier und da eine Erfrischung angeboten. Im Ziel der Veranstaltung sind sich Arbeitskreis und die teilnehmenden Gartenbesitzer einig: Es sollen sich Möglichkeiten ergeben zum Gespräch und zur Sammlung von Ideen – alles in Ruhe, ohne jede Hektik, ohne gegenseitigen Wettbewerb oder irgendwelche Effekthascherei.
