Arbeitskreis Dorferneuerung und Video-Arbeitsgemeinschaft präsentierten Filme aus und über Langenholdinghausen

Auch wenn die Popcorntüten fehlten – der Kinoatmosphäre im großen Klassenraum der ehemaligen Volksschule am „Fußfeld“ tat dies keinen Abbruch. Drei Kurzfilme aus und über Langenholdinghausen standen auf dem Programm des ersten „Hollekusser“-Filmabends zu dem der Arbeitskreis Dorferneuerung und Dorfgeschichte eingeladen hatte. Der Film „Auf den Spuren der Kelten“ dokumentierte die erfolgreich verlaufene Rekonstruktion der latènezeitlichen Eisenverhüttung, durchgeführt im Jahr 2003 im „Heckseifen“. Vom Bau des Ofens aus Lehm und Feldsteinen bis zum Schmieden eines Nagels aus dem gewonnenen Eisenschwamm in „Näfs-Schmedde“ konnten die Zuschauer alle Schritte des einzigartigen Experiments im Detail verfolgen.

Unter der Fragestellung „Rückschritt oder Fortschritt ?“ ging es danach um das Holzrücken mit dem Pferd „Olek“ in einem Fichtenbestand der Haubergsgenossenschaft am „Goldseifen“. Gezeigt wurde das ungewöhnliche Zusammenspiel von Mensch, Tier und Maschine bei der Holzwerbung im Forst - eine Verfahrensweise, die Anlass gibt für mancherlei Überlegung zu ihren ökologischen, aber auch wirtschaftlichen Vorzügen. „Irgendwie tut es schon weh …“ lautete schließlich der Titel eines Filmbeitrages, der sich mit dem Abschied von der Milchviehhaltung bei „Kolwe“ befasste. Der Hof „Kolwe“ repräsentiert mehr als 700 Jahre Dorfgeschichte, ebenso lang wurden dort Kühe gehalten. Vor nunmehr einem Jahr verließ die letzte Kuh den Stall. Die nach jedem Film angebotene Möglichkeit zu Nachfragen und Anmerkungen wurde vom Publikum intensiv genutzt, so dass sich ein reger Gedankenaustausch entspann. Namens des Arbeitskreises richtete Ernst-Otto Ohrndorf seinen besonderen Dank an die Mitglieder der im Jahre 2002 gegründete „Video- Arbeitsgemeinschaft Hollekusse“. Ohne das Engagement der „Filmemacher“ Dr. Hartmut Simon, Dr. Dietmar Ehrhardt und Rolf Spicker habe diese Veranstaltung nicht stattfinden können. Die Video-AG hat es sich zur Aufgabe gemacht, das „visuelle“ Gedächtnis von Langenholdinghausen durch Videoproduktionen zu ergänzen und das zur Dorfgeschichte vorhandene Bild- und Tonmaterial zu archivieren. Derzeit werden von der Video-AG bereits mehrere Produktionen angeboten, neben den schon genannten Filmen sind dies eine umfassende Dokumentation zur 725 Jahrfeier des Dorfes, ein Film über eine „historische Schulstunde“ und eine DVD mit der gesamten, in Buchform dreibändigen Chronik des Dorfes. Auf die zukünftige Arbeit der Video-AG werden in Langenholdinghausen große Hoffnungen gesetzt: „Langenholdinghausen hat im Blick auf das kulturelle Erbe, auf Handwerk, Landwirtschaft und soziales Leben vieles zu bieten, was es verdient in Bild und Ton festgehalten zu werden. Verbunden mit den Erfahrungen unserer Videofilmer, ihrem Gespür für das aufzuzeichnende Geschehen und ihrer guten technischen Ausstattung erwächst daraus ein Potential, dass unbedingt genutzt werden sollte“ – so Ernst-Otto Ohrndorf vom Arbeitskreis Dorferneuerung. Vom Publikum des Filmabends gab es bereits erste Vorschläge für weitere Aktivitäten der örtlichen Filmemacher.

Filmabend_2011
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Anschrift

Arbeitskreis Dorferneuerung und Dorfgeschichte Langenholdinghausen
Holdinghauser Str. 55a
57078 Siegen

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