Das traditionelle dörfliche Handwerk aus nächster Nähe erlebt
„Auf den Spuren des Handwerks“ wandelten jetzt 34 Kinder der Waldorfschule Siegen. Der Besuch in Langenholdinghausen bildete für die Mädchen und Jungen den Abschluss der „Handwerkerepoche“ während des dritten Schuljahres. Im Unterricht hatten sie schon vieles über die Arbeit und die Werkzeuge der Handwerker gelernt, jetzt wollten sie zumindest einige der traditionellen Berufe aus nächster Nähe kennenlernen.
Ihren Anfang nahm die vom Arbeitskreis Dorferneuerung und Dorfgeschichte vorbereitete Führung in „Schusdersch“ Haus. In der dort eingerichteten Schuhmacherwerkstatt erklärte Kurt Pfennig den Schülerinnen und Schülern wie dereinst ein Schuh angemessen und hergestellt wurde sowie alle dazu benötigten Werkzeuge und Gerätschaften. Danach führte der Weg ins alte Dorf, zunächst zum Wasserrad, das vorzeiten die Maschinen einer Schreinerei angetrieben hatte. In „Näfs“ Schmiede im „Oberdorf“ begeisterte schon das Interieur: Das Schmiedefeuer, die Esse und der mächtige Amboss. Wie der Schmied Hermann Schwarz aus dem im Feuer zum Glühen gebrachten Eisen mit kräftigen Schlägen einen Nagel formte, konnten die Kinder hautnah miterleben. In der nahegelegenen Stellmacherei erklärte Bernd Zöller seinen interessierten jungen Zuhörern wie der Stellmacher die zum Bau eines Wagens benötigten Hölzer im Wald auswählte und welche Arbeitsschritte erforderlich waren, um ein hölzernes Wagenrad fachgerecht herzustellen. Mit einer Besichtigung des Backhauses am „Zinnwald“ und Erläuterungen zum Aufbau und zur Funktion des Steinofens endete eine für die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Begleiter gleichermaßen eindrucksvolle und anschauliche „Unterrichtsstunde“.


















