Dorfgemeinschaftshaus am Alten Berg bis auf den letzten Platz besetzt
„Wir sind begeistert von dieser Resonanz auf unsere Einladung …“ – mit diesen Worten begrüßte Ernst-Otto Ohrndorf vom Arbeitskreis Dorferneuerung und Dorfgeschichte die Teilnehmer am Heimat- und Mundartnachmittag im bis auf den letzten Platz besetzten Dorfgemeinschaftshaus am Altenberg. In seiner Einführung hob Ohrndorf die Bedeutung des Begriffes Heimat hervor, betonte allerdings auch dabei, dass der Erhalt von Heimat Engagement erfordere und dass jeder Einzelne selbst bereit sein müsse „ein Stück Heimat zu sein und anderen Heimat zu geben“.

Das anschließende Programm widmete sich im Wechsel dem Ort „Hollekusse“ und der Mundart - in Wort und Bild sowie mittels der Musik. Den Anfang machte eine auf dem Klavier begleitete Bilderreise durch Langenholdinghausen und die Jahreszeiten, eine Reise, die den Zuschauern einmal mehr die Schönheit und die Besonderheiten des Dorfes vor Augen führte. Zu einer leidenschaftlichen Werbung für den Erhalt des örtlichen Brauchtums – des „Maikinds“, des „Pengsdelömmels“ und des „Nikolausgehens“ – geriet ein Vortrag, bei dem zunächst das Wissen des Publikums um diese Bräuche und dessen aktuelle Mitwirkung  daran abgefragt wurden. Guter Ortskenntnisse und der Aufmerksamkeit  bei Spaziergängen im Dorf bedurfte es bei  einer Reihe von „Bilderrätseln“. Dabei setzten sich vor den Augen der Gäste auf der Leinwand einzelne Bildteile erst ganz allmählich zu einem Gesamtbild zusammen. Währenddessen war das zentrale Motiv der Aufnahmen – ein bestimmter Straßenzug, ein Gebäudegruppe  oder eine bestimmte Sehenswürdigkeit - schnellstmöglich zu bestimmen. Der Sketch „Bettgeflüster“ amüsierte die Zuschauer zum einen durch sein Lokalkolorit, zum anderen aber auch durch die von Annemarie Gieseler eingebrachte Situationskomik. Vorgetragen wurde der Sketch natürlich in „Sejjerlänner Platt“. Die Geschichte dieser Mundart „als ganz besonderes Stück Heimat“ wurde im Verlaufe der Veranstaltung ebenso angesprochen wie ihre Bedeutung für die Verbundenheit der Menschen vor Ort, deren Identität und die kulturelle Vielfalt. Daran, dass in den Jahren nach 1945 im Dorf auch ein anderer, für die Siegerländer ganz ungewohnter Dialekt zu hören war, erinnerte ein Gedichtvortrag von Ernst Drescher in schlesischer Mundart. Er selbst war damals als Ostvertriebener ins Dorf gekommen. Ein gemeinsames Lied, in dessen Text sich Geschichte und „heimatstiftende Merkmale“ von Langenholdinghausen stimmungsvoll widerspiegelten, leitete über zu angeregten Gesprächen bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen. Eine besondere Bereicherung erfuhr der Heimat-- und Mundartnachmittags durch die Mitwirkung des Pianisten und Komponisten Sergio del Rio aus Langenholdinghausen, der die gesamte Veranstaltung musikalisch begleitete.

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Anschrift

Arbeitskreis Dorferneuerung und Dorfgeschichte Langenholdinghausen
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